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Adolph Kolping

A. Kolping

Adolph Kolping wuchs als Sohn eines Schäfers auf und erlernte zunächst das Schuhmacherhandwerk. Mit 18 Jahren kam er als Geselle auf der Wanderschaft nach der Gesellenprüfung auch nach Köln. Weil ihn die Lebensbedingungen der meisten Menschen dort stark entsetzten, beschloss er Priester zu werden. Erst mit 23 Jahren besuchte er ein Gymnasium und studierte danach in München, Bonn und am Priesterseminar in Köln Theologie. Am 13. April 1845 wurde er in der Kölner Minoritenkirche zum Priester geweiht. Zunächst wurde er in Elberfeld, heute ein Stadtteil von Wuppertal, als Kaplan und Religionslehrer eingesetzt. Zwei Jahre später wurde er zweiter Präses des 1846 von Johann Gregor Breuer gegründeten katholischen Gesellenvereins, der jungen Gesellen, insbesondere in den Wanderjahren fern von zu Hause, soziale Unterstützung, und einen religiösen Halt gab. 1849 kehrte er als Domvikar zurück nach Köln und gründete dort sofort den Kölner Gesellenverein. Er schloss 1850 die bis dahin bestehenden Gesellenvereine zum Rheinischen Gesellenbund zusammen und initiierte die Gesellenhospize in Elberfeld, Euskirchen, Köln, Mannheim, Mainz und München.. Dieser Zusammenschluss war die Keimzelle des heutigen internationalen Kolpingwerkes. Bis zu seinem Tod sorgte er für die Ausbreitung der Gesellenvereine und den Aufbau des Verbandes. In seinem Todesjahr 1865 gab es weltweit bereits über 400 Gesellenvereine. Die von Kolping 1854 gegründete Wochenzeitung wurde schnell zu einem der erfolgreichsten katholischen Presseorgane seiner Zeit. 1862 wurde er Rektor der Kölner Minoritenkirche. Als Kolping im Dezember 1865 starb, wurde er in dieser Kirche beigesetzt.

A.Kolping Lebenslauf

Geburt: 8.12.1813
Geburtsort: Kerpen bei Köln

Von 1826 bis 1837 Lehre und Gesellenzeit als Schuhmacher

Priesterweihe:
13.4.1845
1845 bis 1849 Kaplan und Religionslehrer in Elberfeld
am 1.4.1849 Domvikar in Köln
am 6.5.1849 Gründung des Kölner Gesellenvereins

Tod:  4.12.1865
Seligsprechnung:27.10.1991